Copyright Foto Sabine Schreiber, www.sabineschreiber.com

1979              geboren in München
2011 - 2012   Private Schülerin von Klaus Soppe
                      (Meisterschüler Robin Page Akademie der bildenden 
                      Künste München)
2014 - 2016  Schülerin von Prof. Markus Lüpertz (Diplom Adbk  
                      Kolbermoor)
2015 - 2016  Schülerin von Rosa Loy, Leipziger Schule 
                      (Absolventin Meisterkurs Kunstakademie
                      Bad Reichenhall)
2015              Mitglied im Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V.
2016             Aufgenommen als Mitglied im 
                     "Münchner Künstlerhaus Verein am Lenbachplatz",  
                     München
1979              born in Munich, Germany
2011 - 2012   Private student of Klaus Soppe (Master student Robin
                      Page at the Academy of Fine Arts Munich,Germany)

2014 - 2016  Student of Prof. Markus Lüpertz (Diploma Adbk

                      Kolbermoor)

2015 - 2016  Student of Rosa Loy, Leipzig school

                      (Graduate of master class art academy, 

                      Bad Reichenhall, Germany)

2015              Member Paul Klinger Künstlersozialwerk e.V.

 

2016             Admitted as a member of                 

                     "Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz",

                     Munich, Germany

Copyright Foto Sabine Schreiber, www.sabineschreiber.com

ÜBER

 

 

Sandra Kolondam ist eine freischaffende Malerin. Sie lebt und arbeitet gemeinsam mit ihrem Mann Klaus Soppe, der ebenfalls Maler ist, in Berg am Starnberger See in Deutschland. 

 

 

Kindheit

Die Tochter einer Münchnerin und eines Indonesiers wurde in München geboren. Sie wuchs dort in der Arbeitersiedlung "Harthof" auf, in der auch Groß- und Urgroßeltern mütterlicherseits beheimatet waren. 

In den ersten Lebensjahren lebte Sandra Kolondam gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem jüngeren Bruder, den Großeltern sowie den zwei Brüdern der Mutter unter einem Dach eines kleinen Mehrparteien-Hauses in der Siedlung. 

Ihr familiäres Umfeld war sehr behütet, von einem respektvollen miteinander geprägt. So wurden zwei Kulturen, die Bayerisch-Deutsche der Mutter und die Indonesische Kultur des Vaters, gefühlvoll miteinander vereint. 

Ein Treffpunkt der Familie war der, vor dem Mietshaus, dazugehörige Obstgarten. Dort wurde in den warmen Jahreszeiten gemeinsam Zeit verbracht, der Garten gepflegt, selbst angebautes Obst geerntet und gefeiert. 

Die Familie lehrte Sandra Kolondam Achtsamkeit und Bodenständigkeit. Ein zentraler Punkt des Familienlebens stellte die Natur dar. Sei es der üppige Garten oder die Liebe der Eltern und Großeltern zu den Bergen südlich von München. Dies bescherte Kolondam von klein auf etliche Naturerlebnisse und damit eine Verbundenheit mit den Schönheiten der Natur.  

Gemeinsam wurde auch musiziert, sich kreativ und handwerklich betätigt. Mütterlicherseits war die Familie mit zeichnerischem Talent ausgestattet, dies wurde privat praktiziert, aber nie ins Außen getragen. 

Irrweg und Erkenntnis

Das mag auch der Grund gewesen sein, warum Sandra Kolondam sich zuerst für eine Ausbildung in einen Kaufmannsberuf entschied und gegen ein Studium der Malerei an einer Kunstakademie, obwohl ihre Mutter sie dazu ermutigte. Der Respekt vor diesem Vorhaben war für die damals Achtzehnjährige junge Frau zu groß. 

Sandra Kolondam ging über ein ganzes Jahrzehnt der kaufmännischen Tätigkeit nach, bildete sich in diesem Bereich weiter fort, studierte nebenbei. Während dessen blieb die Malerei stets ein großer Bestandteil in ihrem Leben, nahm Raum ein, verlangte viel von ihr und lies sie nicht los.

So nahm sie neben ihrer beruflichen Tätigkeit privaten Unterricht in der Malerei. Einer der privaten Lehrer war ihr zukünftiger Mann Klaus Soppe. Klaus lernte sie Anfang 2011 kennen, nachdem sie die Malereien von ihm auf einer Messe gesehen hatte und fasziniert von seiner Umsetzung und Farbigkeit gewesen ist. 

Fast wöchentlich und über zwei Jahre hinweg nahm Kolondam bei ihrem zukünftigen Mann immer nach der Arbeit Unterricht. Aus dem Lehrer-Schüler-Verhältnis entwickelte sich zuerst eine enge Freundschaft. Bald tauschten sich die Beiden gemeinsam über ihre Bilder aus. Machten gegenseitige Bildbesprechungen, besuchten Ausstellungen oder trafen sich privat zum Austausch.

Umbruch

Der große Umbruch kündigte sich 2012-2013 an, in der ihre Position in dem Unternehmen immer mehr Zeit und Aufmerksamkeit von ihr forderte. Sie war wieder in einer beruflichen Fortbildung und sie nahm eine angebotene Stelle für eine Abteilungsleitung an. Die Malerei wurde dadurch immer mehr nach hinten gestellt und versiegte fast.

 

Ende 2013 bot sich die Möglichkeit an, an einer privaten Akademie einen Studiengang für Malerei bei Prof. Markus Lüpertz zu belegen, doch der Studiengang wäre mit dem damaligen Job nicht vereinbar gewesen. Kolondam sieht sich plötzlich mit ihrer wahren Natur konfrontiert und erkannte, dass sie dabei war, sich von ihr zu entfernen. Sie erkannte auch, dass sie jetzt die Reife und den Mut hatte, dem damaligen Rat ihrer Mutter zu folgen. Sandra Kolondam bewarb sich an der Kunstakademie bei Prof. Markus Lüpertz, beendete noch das Projekt in dem Unternehmen und kündigte daraufhin ihre Anstellung.

Ihr Entschluss war klar, sie ist von Herzen Malerin. 

Hingabe

Nach dem Studiengang bei Prof. Markus Lüpertz belegte Kolondam noch einen weiteren Studiengang und wurde Schülerin von Rosa Loy, die der Leipziger Schule zugesprochen wird. 

Sandra Kolondam beendete die Studiengänge und setzte ihr Leben nun an als freischaffende Malerin fort. Aus dem engen freundschaftlichen Verhältnis zu Klaus Soppe, das fast sechs Jahre dauerte, wurde eine Liebesbeziehung und 8 Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen heirateten die Beiden. 

Sandra Kolondam malt nun seit über 20 Jahren und ist in den letzten Jahren als freischaffende Malerin tätig. 

In ihren Malereien finden sich ihre familiären Prägungen wieder. Der Fokus auf alltägliche Dinge und die Natur.

Ihre Malerei ist von Beginn an von einer lebhaften und intensiven Farbigkeit geprägt, dies dürfte sicher ihrer Lebensfreude und ihrem positiven Geist entspringen sowie den indonesischen Wurzeln und dem Temperament ihres Vaters. 

Ihre Malereien wurden national und auch bereits international ausgestellt. Neben diversen Gruppen-Ausstellungen erhielt Kolondam im Jahr 2017 eine große Einzelausstellung im „Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz“, in dessen Verein sie seit 2016 auch Mitglied ist.

Sandra Kolondam zog es in den Süden von München. In der Nähe des Starnberger Sees und in der Nähe der Alpen lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann Klaus Soppe. Gemeinsam betreiben Sie dort ein Atelier mitten auf dem Land, eingebettet in die wunderschöne Natur. 

ABOUT

 

 

Sandra Kolondam is a freelance painter. She lives and works together with her husband Klaus Soppe, who is also a painter, in Berg on Lake Starnberg in Germany. 

 

Childhood

The daughter of a woman from Munich and an Indonesian was born in Munich. She grew up there in the workers' housing estate "Harthof", which was also home to grandparents and great-grandparents on her mother's side.

In the first years of her life Sandra Kolondam lived together with her parents, her younger brother, her grandparents and her mother's two brothers under the roof of a small multi-party house in the settlement. Her family environment was very sheltered, characterized by a respectful relationship with one another. Thus two cultures, the Bavarian-German of the mother and the Indonesian culture of the father, were sensitively united. 

A meeting place for the family was the orchard in front of the apartment building. During the warmer seasons they spent time together, tended the garden, harvested home-grown fruit and celebrated. 

The family taught Sandra Kolondam mindfulness and down-to-earthness. A central point of the family life was nature. Be it the lush garden or the love of parents and grandparents for the mountains south of Munich. This gave Kolondam many experiences of nature from an early age and thus a connection to the beauty of nature.  

Together they also made music, were creative and worked with their hands. On the mother's side, the family was endowed with a talent for drawing, which was practiced privately, but never taken outside. 

Errors and knowledge

This may have been the reason why Sandra Kolondam first decided to train as a merchant and against studying painting at an art academy, although her mother encouraged her to do so. The respect for this project was too great for the then eighteen-year-old young woman. 

Sandra Kolondam pursued commercial activities for a whole decade, continued her education in this field and studied on the side. During this time, painting always remained a big part of her life, taking up space, demanding a lot from her and never letting go. So she took private painting lessons in addition to her professional activities. One of the private teachers was her future husband Klaus Soppe. Klaus met her at the beginning of 2011, after she had seen his paintings at a trade fair and was fascinated by his realization and colorfulness. 

Almost weekly and for two years Kolondam took lessons with her future husband always after work. The teacher-student relationship first developed into a close friendship. Soon the two exchanged ideas about their paintings. They discussed their paintings, visited exhibitions or met privately for exchange.

Change

The big change announced itself 2012-2013, in which her position in the company demanded more and more time and attention from her. She was again in a professional training course and she accepted an offered position for a department head. As a result, painting was increasingly put on the back burner and almost dried up.

 

At the end of 2013, the opportunity arose to take a course of study in painting with Prof. Markus Lüpertz at a private academy, but the course of study would not have been compatible with the job at the time. 

Kolondam suddenly found herself confronted with her true nature and realized that she was about to move away from it. She also realized that she now had the maturity and courage to follow her mother's advice at that time. Sandra Kolondam applied to the Academy of Arts with Prof. Markus Lüpertz, finished the project in the company and then quit her job.

Her decision was clear, she is a painter from the heart. 

Passion

After studying under Prof. Markus Lüpertz, Kolondam took another course of study and became a student of Rosa Loy, who is awarded the Leipzig School. 

 

Sandra Kolondam finished her studies and continued her life as a freelance painter. The close friendship with Klaus Soppe, which lasted for six years, turned into a love affair and eight years after their first meeting the two married. Sandra Kolondam has been painting for more than 20 years now and has been working as a freelance painter for the last years. 

Her paintings reflect her family background. The focus on everyday things and nature. From the very beginning her painting is characterized by a vibrant and intense colorfulness, this is surely due to her joy of life and her positive spirit as well as her Indonesian roots and the temperament of her father. 

Her paintings have been exhibited nationally and also internationally. In addition to various group exhibitions Kolondam received a large solo exhibition in 2017 in the "Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz", in whose association she is also a member since 2016.

Sandra Kolondam moved to the south of Munich. Near Lake Starnberg and near the Alps she lives and works with her husband Klaus Soppe. Together they run a studio in the middle of the countryside, embedded in the beautiful nature. 

 

 

 
 

ÜBER DIE ARBEIT

Zur Malerei von Sandra Kolondam von Dr. Bettina Krogemann, M.A., Kunsthistorikerin und Autorin

Überschärfte Realität: Dem Wesen der Dinge auf der Spur

Realismus und auch Hyperrealismus sind Begriffe, die man als Kunsthistoriker mit der Malerei von Sandra Kolondam verbindet. Denn was sehen wir prima vista in ihren Gemälden? Immer sind es Gegenstände oder reale Dinge. Mal sind sie in der Totalen erfasst, mal in einem Ausschnitt, der so gewählt ist, das wir erst beim eingehenden Betrachten erkennen, dass die gewählte Perspektive Ungewohntes, leicht zu Übersehendes für uns sichtbar macht. Unser Blick wird auch auf gegenständliche Objekte und Stoffe gelenkt, die sehr exakt und detailgenau gemalt sind, so dass sie schließlich geheimnisvoll wirken. Dann werden Objekte und Körper, die wir aus täglicher Anschauung kennen, in Kolondams Malerei so miteinander kombiniert, dass wir als Betrachter schließlich vor kleinen Paralleluniversen, ungewohnten Welten stehen.

 

Das Zusammenspiel dieser traditionellen und modernen Facetten realbezogener Malerei ist typisch für die Kunst des frühen 21. Jahrhundert. Schon im Jahr 2004 widmete die Frankfurter Schirn genau dieser neuen malerischen Tendenz eine umfangreiche grundlegende Ausstellung mit dem Titel „Wunschwelten“. Im Untertitel trug die Schau den Namen „Die neue Romantik in der Kunst.“ Auch die sogenannte Neoromantik, mittlerweile ein feststehender Begriff in der Geschichte der jungen Malerei, ist neben dem Realismus und dem Hyperrealismus eine der Säulen, auf der die Kunst von Sandra Kolondam fußt. Als Betrachter können wir den Bildern immer auch etwas Gewohntes ablesen, denn ihre Elemente sind meist dem realen Leben entnommen. Manchmal stand Sandra Kolondam den bildnerischen Situationen, die sie darstellt, sogar wirklich gegenüber. Das kann sein, muss aber nicht. Es gibt auch ganz fiktive, eher der Ideenwelt der Künstlerin verhaftete Kompositionen.  

Hyperreal

Was das ist? Eine Art Fortführung des Realismus aber mit anderen Mitteln, mit solchen, die die Wirklichkeit übersteigern. Diese Art der Malerei steht dem Fotorealismus nahe, ist aber nicht so liebreizend wie dieser, sondern hat durchaus einen ironischen und existentialistischen Unterton. Sein wichtigstes Wesensmerkmal ist die Detailgenauigkeit, mit der Dinge des täglichen Lebens dargestellt werden. Da ist zum Beispiel der bildfüllende, große Luftballonstrauß vom Oktoberfest in München, den Kolondam wie eine Trompe L´oeil-Malerei in Szene setzte und mit „Make my Day“ betitelte. Das Gemälde zeigt einen Ausschnitt des enorm plastisch gemalten Souvenirs, der zentrale Bildteil bewegt sich fast auf den Betrachter zu, dringt nach vorne, zum Hintergrund hin flacht die Komposition ab. Die Ballons glänzen, sie erstrahlen in prächtigen Farben und werden so zu kostbaren Juwelen, obwohl sie nur aus Kunststoff oder Gummi sind. Und der Luftballonstrauß wirkt monumental, er ist bildflächenfüllend oder besser, da er im Ausschnitt wiedergegeben ist, passt er eigentlich in die Bildfläche gar nicht mehr hinein. Das verleiht ihm eine übergebührlich großartige Wirkung, dem Luftballonstrauß vom Münchener Oktoberfest. 

Bildwürdigkeit des Alltäglichen

Wo findet Sandra Kolondam ihre Motive, die sie in Öl auf mittelgroße oder großformatige Leinwände bringt? In ihrem Leben, ihrer Umgebung, auf einem Spaziergang, auf einer Reise, auf einem Markt. Da ist zum Beispiel eine Waldlichtung. Die Silhouetten der Bäume stehen wie verschattet im Sonnenlicht, ihr Dunkel ist gegen die helle Partie wie eine Schlaglichtschattenmalerei aus der Zeit des veristischen Barocks gesetzt - Chiaroscuro nennt die Kunstgeschichte dieses dramatische Kompositionsprinzip. Dass es sich um eine Waldlichtung handelt, offenbart sich erst bei ausgiebiger Betrachtung, denn die stark ausschnitthaft gewählte untersichtige Perspektive reduziert das Dargestellte zu einer Art Abstraktion, wären da nicht einige Details im Vordergrund zu erkennen, die das Ungegenständliche wieder gegenständlich werden lassen – ein kleines Vexierspiel mit der Realität, das immer wieder wie ein Leitmotiv in Kolondams Arbeiten zu finden ist.

Wie sehen Baumkronen aus, wenn man unterhalb von ihnen steht, die Sonne fast im Zenit verweilt und man hochschaut? Bei Kolondam verwandeln sich aus dieser Perspektive Baumkronen in einen in Farbe und Licht aufgebrochenen Raum, der an die Pleinairmalerei der französischen Impressionisten erinnert. Das sind die Baumkronen im Blickfeld der Künstlerin.

Paralleluniversen

Sandra Kolondam spielt gerne mit unseren eingefahrenen Sehgewohnheiten. Wie ihr das gelingt? Sie schafft Polyperspektiven auf einem Bild, die lebendige Situationen zwischen Hintergrund und Vordergrund schaffen. Sie vermengt Maßstäbe in ihren Bildwelten, die das Reale wieder wegnehmen, womit Gegenständliches und Figürliches einen anderen Wesenszug bekommt. Beides wird so fiktional und betont den artifiziellen Charakter des Gemäldes.

 

Ein wichtiges Mittel, um solche Effekte zu erreichen, sind Eigenschaften und Wirkungen von Farben und ein genauer, wissentlicher oder intuitiver, Einsatz derselben. Gut abzulesen sind all diese Gestaltungsprinzipien an Kolondams Triptychon „Glück“. Wie der Titel es schon andeutet, ist es ein heiteres Bild. Ein junges Mädchen geht mit einem Schmetterlingsnetz auf die Jagd, um das, wie wir wissen, stets ephemere „Glück“ einzufangen. Ihr Körper ist strahlend blau, wie auch die großen Palmen, die die vegetative Kulisse bilden. Dieses Blau ist die Untergrundfarbe, alle weiteren Farben liegen auf und schaffen Bildtiefe oder Nähe zum Betrachter hin. Ganz an der Oberfläche des Gemäldes tummeln sich quirlige rötliche Goldfische. Der Betrachter wird mit dieser Gestaltung durch verschiedene Malebenen mit auf die Reise genommen. Wird die junge Jägerin mit ihrem Netz das Glück einfangen? Die Frage bleibt offen.

Viele von Kolondams Gemälden spielen so mit dem Bildhorizont, der Sicht auf die Dinge, der Perspektive. Oben wird zu unten, groß wird klein und klein wird groß, das wahrnehmende Auge wird durch ein Wechselspiel von vorne nach hinten oder retour geführt. Zu entdecken gibt es viel, fast wie in der trickreichen Trompe-l’œil Malerei mit ihren Phantasielandschaften und ganz ähnlichen spielerischen Perspektiven aus vergangenen Zeiten. 

Malen

Sandra Kolondam malt in Öl auf Leinwand, einer der traditionellen und sehr zeitintensiven Maltechniken. Die Farben setzt sie ohne Unterzeichnung auf, in der Regel legt sie die Farben einer Komposition nicht vorher an, sondern gestaltet eher während des Malprozesses mittels der tatsächlichen Wirkungen der Farben und des Lichts. Farbschichten trägt sie fein auf, fast sind sie lasiert, dann können Übermalungen folgen, mit der die Bildtiefen geschaffen werden. Komplexe, vielfigurige Kompositionen entstehen erst einmal im Kopf und manchmal en miniature wie ein Karton als Vorlage, um dann direkt auf dem Bildträger ausgestaltet zu werden. Das Reale, Hyperreale und die Parallelwelten entstehen dann während des eigentlichen Malens. 

ABOUT WORK

On the painting of Sandra Kolondam by Dr. Bettina Krogemann, M.A., art historian and author

 

Exaggerated reality: On the trail of the essence of things

 

Realism and also hyperrealism are terms that art historians associate with the painting of Sandra Kolondam. Because what do we see prima vista in her paintings? They're always objects or real things. Sometimes they are captured in the long shot, sometimes in a detail that is chosen in such a way that we only recognize when we look closely that the chosen perspective makes the unusual, easily overlooked things visible to us. Our gaze is also drawn to representational objects and fabrics that are painted very precisely and in great detail, so that they ultimately appear mysterious. Then objects and bodies that we know from daily viewing are combined with each other in Kolondam's painting in such a way that we as viewers finally stand before small parallel universes, unfamiliar worlds.

 

The interaction of these traditional and modern facets of reality-related painting is typical for the art of the early 21st century. As early as 2004, the Frankfurt Schirn devoted a comprehensive, fundamental exhibition entitled "Wunschwelten" (Desired Worlds) to precisely this new pictorial tendency. The show was subtitled "The New Romanticism in Art." Also the so-called neo-romanticism, by now an established term in the history of young painting, is one of the pillars on which Sandra Kolondam's art is based, along with realism and hyper-realism. As viewers, we can always read something familiar in the paintings, because their elements are usually taken from real life. Sometimes Sandra Kolondam was even really confronted with the pictorial situations she depicts. That may be, but it doesn't have to be. There are also very fictional compositions that are more tied to the artist's world of ideas.  

Hyperreal

 

What's that? A kind of continuation of realism, but with other means, with those that exaggerate reality. This kind of painting is close to Photorealism, but is not as charming as this one, but has an ironic and existentialist undertone. Its most important characteristic is the attention to detail with which things of everyday life are depicted. For example, there is the picture-filling, large bouquet of balloons from the Oktoberfest in Munich, which Kolondam staged like a trompe l'oeil painting and entitled "Make my Day". The painting shows a section of the enormously vividly painted souvenir, the central part of the picture almost moves towards the viewer, penetrates to the front, towards the background the composition flattens out. The balloons shine, they shine in splendid colours and thus become precious jewels, although they are only made of plastic or rubber. And the balloon bouquet appears monumental, it fills the picture, or better, since it is reproduced in detail, it actually does not fit into the picture surface at all. This gives it an unduly great effect, the balloon bouquet from the Munich Oktoberfest.

The pictorial value of everyday life

 

Where does Sandra Kolondam find her motifs, which she brings in oil on medium or large format canvases? In her life, her surroundings, on a walk, on a journey, on a market. There is a clearing in the woods, for example. The silhouettes of the trees stand as if in shadow in the sunlight, their darkness is set against the brighter part like a highlight shadow painting from the time of the Verist Baroque - Chiaroscuro calls this dramatic compositional principle in art history. The fact that it is a forest clearing only reveals itself upon extensive observation, for the highly cropped, undercut perspective reduces the depicted to a kind of abstraction, if it were not for the fact that some details can be seen in the foreground, which make the non-representational become representational again - a small puzzle with reality, which can be found again and again like a leitmotif in Kolondam's works.

What do treetops look like when you stand below them, the sun is almost at its zenith and you look up? In Kolondam's work, from this perspective, treetops are transformed into a space broken up in color and light, reminiscent of the plein-air painting of the French Impressionists. These are the treetops in the artist's field of vision.

Parallel Universes

Sandra Kolondam likes to play with our established viewing habits. How does she manage this? She creates polyperspectives on a picture, which create lively situations between background and foreground. She blends scales in her pictorial worlds, which take away the real again, giving the representational and the figurative a different character. Both thus become fictional and emphasize the artificial character of the painting.

 

An important means to achieve such effects are the properties and effects of colours and a precise, conscious or intuitive use of them. All these design principles can be read clearly in Kolondam's triptych "Happiness". As the title suggests, it is a cheerful picture. A young girl goes hunting with a butterfly net in order to capture what we know is always ephemeral "happiness". Her body is radiant blue, as are the large palm trees that form the vegetative backdrop. This blue is the background colour, all other colours are on top of it, creating pictorial depth or proximity to the viewer. At the very surface of the painting, lively reddish goldfish cavort. With this design, the viewer is taken on a journey through different painting levels. Will the young huntress capture happiness with her net? The question remains open.

Many of Kolondam's paintings play with the horizon, the view of things, the perspective. Top becomes bottom, big becomes small and small becomes big, the perceiving eye is guided by an interplay from front to back or back. There is much to discover, almost like in the tricky trompe-l'œil painting with its fantasy landscapes and very similar playful perspectives from times gone by.

Painting

 

Sandra Kolondam paints in oil on canvas, one of the traditional and very time-consuming painting techniques. She applies the colours without signature, usually she does not create the colours of a composition beforehand, but rather shapes them during the painting process by means of the actual effects of the colours and the light. She applies layers of colour in a fine way, almost glazed, then overpaintings can follow, creating the depth of the picture. Complex, multi-figured compositions are first created in the mind and sometimes in miniature like a cardboard as a model, and then they are formed directly on the picture carrier. The real, hyperreal and parallel worlds are then created during the actual painting. 

SANDRA KOLONDAM